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Sonntag, 01.02.2026
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
dass viele unserer Schülerinnen und Schüler die KI nutzen, um ihre Hausaufgaben zu machen, Präsentationen vorzubereiten oder um für Prüfungen zu lernen ist nichts Neues. Aber das ist noch lange nicht alles, wofür unsere Kinder KI benutzen ...

Quelle und vollständige Bilderstory: impuls jugendhilfe & klicksafe (https://www.instagram.com/p/DT97aGVDekp/?hl=de&img_index=1)
So genannte parasoziale Beziehungen (also langfristige, emotionale, aber einseitige, vermeintliche "Beziehungen" zu Medienakteuren) sind an und für sich nicht neu. Der Begriff wurde bereits 1956 von den amerikanischen Psychologen D. Horton und R. Wohl geprägt und bezog sich klassisch auf Film- oder Serienfiguren, in jüngerer Zeit aber auch auf Podcaster*innen oder Influencer*innen. Durch die vermeintliche Teilhabe am Leben der in den Medien auftretenden Personen haben die Rezipienten das Gefühl, "man kennt sich" - auch wenn dieses Gefühl eben nur völlig einseitig ist.
An dieser Stelle tritt aber jetzt die KI in einer neuen Rolle zu Tage: Als Gesprächspartner, "Ratgeber", "Freund", "Vertrauter", und vieles mehr - "jemand" der immer Zeit, immer ein offenes Ohr hat, keine Kritik an einem äußert und in allen Lebenslagen einen vermeintlich guten Ratschlag parat hat. Und unsere Kinder nutzen diese (kommerziellen) Angebote - und vertrauen ihr höchst persönliche Sachen an, die sie Freunden und Familie nicht (mehr) sagen können oder wollen - um sich zweifelhaften "Rat" oder "Hilfe" zu holen.
Laut der aktuellen JIM-Studie 2025 wird allein ChatGPT von 90 % der Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren genutzt. Dr. Marc Jan Eumann, Vorsitzender der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) und Direktor der Medienanstalt Rheinland-Pfalz, sagt: „Die meisten Kinder und Jugendlichen sind schon heute unregulierten KI-Systemen ausgesetzt – und das in der Testphase ihres Lebens, besonders wenn es um Freundschaft, Beziehung und Sexualität geht. Kinder und Jugendliche brauchen Schutz durch wirksame Regulierung, die kommerzielle Anbieter in die Verantwortung nimmt.“ (Quelle: https://www.klicksafe.de/pressemitteilungen/safer-internet-day-2026-ki-and-me-in-kuenstlicher-beziehung)
An dieser Stelle setzt der diesjährige Safer Internet Day 2026 am 10. Februar 2026 an:
"Mit dem Safer Internet Day 2026 möchte klicksafe Jugendliche dabei unterstützen, einen reflektierten, kritischen und informierten Umgang mit generativen KI-Bots zu entwickeln. Ziel ist es, dass junge Menschen:
- erkennen, wann KI-Bots hilfreich sind,
- verstehen, warum KI-Bots gefährlich oder manipulierend sein können,
- lernen, was echte menschliche Bindungen von simulierten Beziehungen unterscheidet." (Quelle: siehe oben)
Dazu bietet klicksafe wie in jedem Jahr ein umfangreiches Angebot: Materialien für Eltern, Lehrkräfte und Jugendliche, sowie ein "interaktives Live-Streamformat", bei dem sich "Jugendliche ab Klassenstufe 7 mit der Frage auseinander(setzen), wie KI-Bots Denken, Kommunikation und Beziehungen beeinflussen und welche Folgen aus der täglichen Nutzung entstehen." (Quelle: siehe oben).
Alle weiteren Informationen sowie die Anmeldung zur Live-Schulstunde (Anmeldeschluss: 06. Februar 2026) finden Sie unter: https://www.klicksafe.de/sid

Sind Sie auch mit dabei?
Mit besten Grüßen aus der MB-Dienststelle
David Bartmann (iBdB), Michael Schmid (mBdB) und das Expertenteam der Beratung digitale Bildung |