Der EU Kids Act reguliert die Handynutzung von Kindern

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Am Donnerstag, den 17. September 2026, hat die EU-Kommission in Straßburg den „Kids Act“ vorgestellt – ein Gesetz, das den Zugang von Kindern und Jugendlichen zu sozialen Medien streng regulieren soll. Unter 13 Jahren sollen Kinder gar keinen Zugang zu Social Media haben. Für 13- bis 15-Jährige sind nur „Mini-Konten“ vorgesehen, die von Eltern eingerichtet und zeitlich begrenzt werden. Ab 15 dürfen Jugendliche eigene Konten eröffnen.

Begründet wird der Vorschlag mit hoher Bildschirmzeit, Risiken wie Betrug und pädokriminellen Aktivitäten sowie der starken Aufmerksamkeitsbindung durch Plattformen. Kinder zwischen 3 und 13 Jahren sollen nur über elterlich verwaltete Zugänge auf kinderfreundliche Videoplattformen zugreifen dürfen.

Der Kids Act verpflichtet außerdem alle Online-Dienste, die Angebote für Minderjährige bereitstellen – darunter Social Media, Videoplattformen, Games und KI-Chatbots – zu strengen Sicherheitsstandards.

Wann der Kids Act in Deutschland zum Gesetz wird, ist noch nicht bekannt – voraussichtlich wird es bis 2029 dauern.

Deutschland folgt damit dem Beispiel mehrerer anderer Länder, die bereits deutlich strengere Altersgrenzen eingeführt haben. Australien etwa hat Social‑Media‑Konten für Kinder unter 16 Jahren komplett verboten, Frankreich und Zypern ziehen die Grenze bei 15 Jahren. Auch Italien, Spanien und Südkorea haben eigene Schutzgesetze verabschiedet, die Minderjährige erst ab 14 Jahren auf sozialen Plattformen zulassen.

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